improvisierte abzweigung

Die Ausstellung der kollaborativen Installation von Ann-Cathrin Agethen und Franziska Weygandt fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Musik, Kunst, Sprache‘ des Evangelischen Forums Kassel statt.

Einer Quelle entspringt ein Fluss. Er bahnt sich chaotisch den Weg durch die Landschaft, nimmt Abzweigungen, verändert seine Umgebung.Der Fluss nimmt sich seinen Raum. Er ruht im Flussbett und ist gleichzeitig ein mächtiger Strom. Hier erscheint er wie ausgetrocknet – zurück bleibt sein Flussbett als haltende Klammer – voll von Tränen, Tropfen, weichen Steinen und Körpern, Händen, Reinigung, Leben, Berührung, Verbindungen und Trost.

In der kollaborativen Arbeit haben Ann-Cathrin Agethen und Franziska Weygandt verschiedene Fragen geleitet: Wer schlägt in seinem Leben eine improvisierte Abzweigung ein? Wie werden Abzweigungen in Form von marginalisierten Lebenswegen angenommen? Und wie gelingen sie? Wie können Menschen mit Trauma, Trauer, Verletzung und Ausgrenzung umgehen? Was spendet mir Trost? Wie trocknen meine Tränen?

Ausgehend von diesen Fragestellungen entwickeln die beiden Künstlerinnen eine Installation mit Objekten, die eine Flusslandschaft im Kirchenraum bilden.

Ann-Cathrin Agethen und Franziska Weygandt

Improvisierte Abzweigung

Musik.Kunst.Sprache, Veranstaltung am 09.07.2023 mit Beiträgen von Uwe Jacubczyk und dem Kammerchor Cantiamo Piccolo

2023

Stoff, Wolle, Füllwatte, Hanfwolle, Lavendel, Pappmache, Hasendraht, Kleister, Riso-Druck (Postkarten) u.v.m.

Karlskirche Kassel

Fotos: Tanja Jürgensen